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Gentechnologie

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Vor wenigen Jahren hat sich im Bereich der Biologie ein neuer Zweig herausgebildet, der sich mit dem Erbgut, der DNA, des Menschen, von Tieren und Pflanzen beschäftigt. Inzwischen arbeiten viele Wissenschaftler daran, die Erbinformation zu entschlüsseln und zu verstehen, sowie dieses neu gewonnene Wissen in Bereichen der Medizin, Nahrungsmittelherstellung und auf einigen anderen Gebieten einzubringen. Besonders die Arbeit an der menschlichen DANN sorgte in der Öffentlichkeit, in den Medien und in der Politik immer wieder für Diskussionen. Das aktuelle Thema ,,Gentechnologie" möchte ich im Folgenden mit seinen Möglichkeiten, die es bietet, und mit seinen Gefahren, die davon ausgehen und ausgehen können, ausführen, um mir am Schluss eine Meinung bilden zu können.

Einige Verbraucherberatungen warnen vor Risiken, die die Konsumenten von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln beim Verzehr eingehen. Auf Grund der äußerst geringen Größe des Erbguts ist ein Eingriff dort nur mit chemischen Substanzen möglich. Gegner der Gentechnologie geben an, dass es durchaus möglich sei, dass Rückstände dieser chemischen Mittel in der Nahrung zurückbleiben und für den Verbraucher gesundheitliche Schäden zur Folge haben könnten. Es ist zwar noch niemanden gelungen einen solchen Rückstand nachzuweisen, jedoch können auch die Befürworter der Gentechnologie ein solches Risiko nicht hundertprozentig ausschließen.

Eine bereits bestätigte Folge von genetisch veränderter Nahrung ist das häufigere Auftreten von Allergien. Das ARD-Magazin ,,Brisant" berichtete beispielsweise von einer Frau, die gegen Nüsse allergisch ist und nun auch keine Sojabohnen verträgt, deren Gene verändert worden waren. Die Begründung für diese allergische Reaktion liegt in der Tatsache, dass Genabschnitte von Nüssen bei den Sojabohnen eingebaut wurden, um diese widerstandsfähiger und kräftiger zu machen.

Ein äußerst wichtiger Punkt gegen Gentechnologie ist der mögliche Missbrauch des Wissens, das die Wissenschaft durch die Entschlüsselung der DNA erhält. Nicht umsonst ist das amerikanische Verteidigungsministerium an der Gentechnologie interessiert. Das Pentagon befürchtet die Entwicklung einer neuen Generation von biologischen Waffen. Spezialisten aus Amerika haben in einem Bericht des Magazins ,,Focus" bestätigt, dass es möglich ist, Bakterien oder sogar Viren zu entwickeln, die die DNA eines Menschen direkt beeinflussen.

Ebenso befürchten Gegner der Gentechnologie, dass der Nutzen für die Medizin als Vorwand verwendet wird, um Menschen zu klonen und als ,,Ersatzteillager" für den ,,echten" Menschen zu verwenden. Ein Konflikt mit dem Gesetz wäre vorprogrammiert, da auch ein geklonter Mensch die Rechte, die den anderen Menschen zustehen, beanspruchen darf. Diese Horrorvorstellung malen sich insbesondere diejenige aus, die eine großen Einfluss der Wirtschaft und einzelner reicher Personen in die Gentechnologie befürchten. Ärzte könnten dann für bestimmte Patienten Ersatz für erkrankte Organe oder Gliedmaßen nachzüchten wie es heute nur bei der Haut möglich ist. So wie heute bereits schwere Brandopfer ,,künstliche", also im Reagenzglas nachgewachsene, Haut bekommen können, so wäre es denkbar, dass auch andere Organe dupliziert werden. Die Vorstellung, dass ganze Menschen geklont werden, um diese dann auf erkrankte Personen aufzuteilen, löst heftige Kontroversen in der Öffentlichkeit aus, weil viele in einer solchen Vorgehensweise einen Verstoß gegen die Menschenrechte sehen.

Das Hauptargument der Gentechnologiegegner ist die Behauptung, dass dieser Teil der Biologie in vielen Bereichen ethisch nicht vertretbar sei. So beziehen sich viele Personen auf das Statement der Kirche, die sich zwar nicht an der öffentlichen Diskussion beteiligt hat, aber verlautbaren ließ, dass sie die Erforschung des Erbguts zwar gut heißt, aber das Einsetzen dieses Wissens nicht befürwortet. Die Vertreter der großen Glaubensrichtungen lehnen eine genetische Untersuchung von Säuglingen im Mutterleib beispielsweise ab, wie auch eine genetische Veränderung dieser. Sie berufen sich dabei auf den Glauben, dass Gott diese Menschen eben so geschaffen hat und wir als Mensch ihm nicht ,,ins Handwerk pfuschen" sollten.

Ein weiterer ethischer einwand ist die Befürchtung, dass es wohlhabenden Menschen ermöglicht wird sich bzw. ihre Kinder genetisch ,,zu optimieren", ärmere Menschen jedoch nicht. In diesem Fall würde eine Zweiklassengesellschaft entstehen und die Kluft zwischen Arm und Reich würde unüberwindbar groß werden. Die Wohlhabenden würden klugen, intelligenten und gut aussehenden Nachwuchs bekommen, diese könnten wegen ihrer überaus guten Fähigkeiten in angesehen und lukrative Positionen kommen und ihren Reichtum vermehren. Arme würden ,,durchschnittlich" intelligente Kinder bekommen, die dann in der Marktwirtschaft wegen ihrer schlechteren Qualitäten aus guten Berufen verdrängt werden und kommen nicht zu Geld und Wohlstand. Deren Lebensbedingungen würden sich von denen der Reichen stark unterscheiden.

 

 
  
Molekulare Genetik
Siehe auch:
Genome und Gene: Lehrbuch der molekularen Genetik...
Genetik: Allgemeine Genetik - Molekulare Gen...
Stryer Biochemie
Sonstige Artikel:
Suzuki Violin School, Vol 5: Violin Part: 005 (Suzuki Violin School, Violin Part)
von Shinichi Suzuki,
Alfred Publishing
 
   
 
     
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